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Begriff - Spitze
Im Zusammenhang mit Textilien und Kleidung ist Spitze ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche dekorative Elemente, die nur aus Garn oder aus Garn und Stoff bestehen. Allen Erscheinungsformen der Spitze ist gemeinsam, dass sie durchbrochen sind, d.h. zwischen den Fäden werden Löcher unterschiedlicher Größe gebildet, so dass sich ein Muster ergibt. Daher ist z.B. ein nur mit einem Motiv bestickter Stoff keine Spitze. (WIKIPEDIA)
Geschichtliches - Plauen und die Spitze
Geschichte der Plauener Spitze
Vorentwicklung ab dem 16. Jahrhundert
Auf der Basis des bereits seit der frühen Neuzeit etablierten Tuchmacherhandwerks entwickelte sich ab Mitte des 16. Jahrhunderts in Plauen, an alten Handelswegen gelegen, die Baumwollweberei.
Das erste Stickereigewerbe kam um Plauen und das Vogtland ab dem Jahre 1780 in Form der Ausnäharbeit oder Tambourstickerei auf und verbreitete sich schnell. Schon bald danach schickten Kaufleute feine ostindische Tuche nach Plauen, um sie dort besticken zu lassen.
Industrielle Fertigung der Plauener Spitze ab dem 19. Jahrhundert
Im Jahr 1881 wurde in Plauen, im Zentrum der deutschen Spitzen- und Stickereiindustrie, die Maschinengestickte Tüllspitze von Anton Falke erfunden. Sie ist durch die unternehmerische Leistung des Plauener Stickereifabrikanten Theodor Bickel eine Domäne Plauens geworden. Unter den Namen "Dentelles de Saxe", "Saxon Lace", "Plauen Lace" oder "Dentelles de Plauen" wurde dieses Erzeugnis auf den internationalen Märkten bekannt und bewirkte, dass das Schweizer Marktmonopol gebrochen wurde.
Plauen und das Vogtland wurde als selbstständiges Stickereizentrum bekannt. Der rasante wirtschaftliche Aufschwung der Spitzen- und Stickereibranche Ausgang des 19. Jahrhunderts fand am 18. August 1900 seinen Höhepunkt, als Plauener Stickereifabrikanten den Grand Prix der Weltausstellung in Paris für die sog. "Plauener Musterung" erhielten. Einer lang anhaltenden Prosperation bis in die zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts folgte ein nachfrage- und kriegsbedingter Niedergang der Stickereiindustrie. Im Ergebnis des 2. Weltkrieges waren nahezu alle Stickereikapazitäten und Musterkollektionen zerstört.
Ab 1945 begannen die Spitzen- und Stickereiindustrie, zunächst bestehend aus privaten Industrie- und Handwerksbetrieben, erneut auf den Märkten Fuß zu fassen. Trotz des Fehlens eines direkten Zugangs zum Weltmarkt wurde die Plauener Spitze im Zeitraum von 1963 bis 1989 mit 33 Goldmedaillen der Leipziger Messe für ihr Design und technologische Meisterschaft ausgezeichnet.
1989 wurde Plauener Spitze auf 1400 Stickmaschinen produziert und in über 40 Länder exportiert. Im Ergebnis der 1990 beginnenden Umwandlung und Privatisierung sind im Jahr 2006 über 40 Unternehmen, überwiegend Familienbetriebe in der Branche tätig.
[WIKIPEDIA]
























