Aus dem Stoff-Lexikon

Viskose


Viskose ist die „natürlichste“ aller "Chemiefasern", d.h. sie ist eine chemisch aufbereitete Naturfaser. Sie wird aus regenerierter Zellulose (Ausgangsmaterial Buchen- oder Fichtenholz oder nicht verspinnbare Baumwolle) gewonnen und zu leichten, weich fließenden Stoffen verarbeitet. Die Zellulose wird zur Spinnmasse gelöst und ist nach dem Verfestigen wieder reine Zellulose ohne chemische Veränderungen. Viskose kann nach Bedarf glänzend oder matt hergestellt werden. Je nach Glanz, Feinheit und Kräuselung kann der Viskose „Seiden“-, „Baumwoll-„ oder „Wolloptik“ gegeben werden. Selbst die für Leinen typischen Faserverdickungen können ohne Probleme hergestellt werden.

Eigenschaften:

Viskose - ein Traum von einem Stoff: fließend, leicht und weich, weich weich... Viskose ist der Baumwolle sehr ähnlich. Sie ist noch saugfähiger und besitzt eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme. Daher hat Viskose gute hygienische Eigenschaften. Die Stoffe sind extrem leicht, weich und fließend. Viskose knittert jedoch leichter als Baumwolle und ist nicht sehr formbeständig; sie ist in nassem Zustand nicht sehr reißfest und strapazierfähig.
Vorsicht: Nicht pflegeleicht ausgerüstete Artikel und Kreppwaren neigen zum Einlaufen.

Kleidung aus Viskose lässt sich meist bei 30° im Schonwaschgang waschen. Nur schwach oder gar nicht schleudern und nass aufhängen. Pflegeanleitung beachten!

Abkürzung: VIS